Bildungsangebote

Topografie des Terrors, Berlin-Mitte

Bildungsseminare für Lehrende, Studierende, Interessierte und Forschende

Die Stiftung Topographie des Terrors veranstaltet im Rahmen der Kooperation mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Bildungsseminare zum Thema „Kirche im ‚Dritten Reich‘– Zwischen Anpassung, Widerstand und Verfolgung“. Die Teilnehmer arbeiten unter der Anleitung von speziell ausgebildeten Referenten überwiegend mit originalen Quellen. Informationen und Anmeldung unter: www.topographie.de

 

 

Semiarmodule:


Christlicher Widerstand im „Dritten Reich“
Nach dem Machtantritt der Regierung Hitler entwickelten sich in Deutschland lange heftige Konflikte um die Stellung der christlichen Kirchen im Staat. Vor diesem Hintergrund fragt das Seminar nach den Handlungsmöglichkeiten der Menschen, die aus ihrem christlichen Glauben heraus auf unterschiedlichen Wegen zum Widerstand gefunden haben und vom NS-Terror verfolgt wurden. Persönlichkeiten wie Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer werden vorgestellt und ihr Wirken der staatlichen Kirchenpolitik sowie den Zielen der sogenannten Deutschen Christen gegenübergestellt.


Martin Niemöller und die Bekennende Kirche
Martin Niemöller ist eine der bekanntesten Führungspersönlichkeiten der Bekennenden Kirche. Er leitete den Pfarrer­notbund und stand ein für die Unabhängigkeit der Kirche von nationalsozialistischer Doktrin. Der nationalkonservative Pfarrer wurde zu einer Symbolfigur des „anderen Deutschland“, obwohl er sich noch während seiner Haft als staatstreuer Patriot sah. Das Seminar nimmt Niemöller mit seinen Verdiensten, Motivationen, Grenzen und Wandlungen in den Blick und vermittelt an seinem Beispiel die Leistungen und Widersprüchlichkeiten der Bekennenden Kirche.


Paul Gerhard Braune und die „Euthanasie“ im National­­sozia­lismus – Zwischen staatlicher Repression und christlichem Gewissen
Paul Gerhard Braunes Wirken als Leiter der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal und als Vize­präsident des „Central­ausschusses für Inne­re Mission“ sowie seine Denkschrift gegen die „Euthanasie“ bilden den Schwerpunkt des Seminars.
Mit Hilfe von Doku­menten und anderen Quellen soll der Umgang diakonischer Einrichtungen mit der nationalsozialisti­schen Politik der „Rassenhygie­ne“ – vom „Gesetz zur Verhü­tung erbkranken Nachwuchses“ bis zur Vernichtung „lebensunwerten“ Lebens im Rahmen der geheimen Krankenmorde – behandelt werden.

 

 

Katholischer Widerstand im „Dritten Reich“ am Beispiel von Bernhard Lichtenberg
Bernhard Lichtenberg steht exem­plarisch für den Widerstand gegen die Nazidiktatur innerhalb der katholischen Kirche. Zeit seines Lebens politisch aktiv, war er ab 1932 leitend in der Berliner Diözese tätig. Seine frühe Gegnerschaft zu den Natio­nal­­sozialisten steht in Kontrast zur Haltung der deutschen Bischöfe. Seinen öffent­lich vorgetragenen Widerspruch musste er später mit dem Leben bezahlen.
Im Seminar werden sein Schreiben gegen Menschenrechts­ver­letzungen, seine Klage gegen die vorsätzliche Tötung von Behinderten und psychisch Kranken und seine öffentlichen Für­bitten für Juden und Gefangene in den Konzentrations­la­gern analysiert, die seine unbeirrte Haltung und sein Eintreten für Ver­folgte des NS-Regimes aufzeigen. 

Martin-Niemöller-Haus
Berlin-Dahlem

Pacelliallee 61, 14195 Berlin
Büro: Thielallee 1+3, 1. OG
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Di, Do 10.00–13.00 Uhr

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