Veranstaltungen im Januar 2019

Sa, 26. Januar 2019, 18.00 Uhr

Benefizkonzert in der Jesus-Christus-Kirche

Erinnern an Kalavryta – Singen für Frieden und Versöhnung

 

Das Martin-Niemöller-Haus Belin-Dahlem lädt zu einem ersten Highlight des Jahres ein: Der Chor der Stadt Athen und der Internationale Chor der Deutschen Welle geben in der Jesus-Christus-Kirche ein gemeinsames Konzert im Zeichen des Friedens und der Versöhnung.

Wir erinnern dabei an die Opfer des Kriegsverbrechens der Deutschen Wehrmacht am 13. Dezember 1943 im griechischen Kalavryta, ein Dorf im Norden der Peloponnes. Gräueltaten wie diese sind im Bewusstsein vieler Griechen bis heute lebendig, während sie auf deutscher Seite zwar wissenschaftlich aufgearbeitet, aber in der Bevölkerung häufig unbekannt sind. Bereits 2016 gaben beide Chöre in Griechenland ein Konzert. Nun sind sie mit Ihrer Friedensbotschaft und einem einzigartigen Programm mit Motetten aus aller Welt in Berlin zu Gast.

Ein eigens der Jugend von Kalavryta gewidmete, auf Zukunft und Verständigung zielende Oratorium des deutschen Komponists Gerhard Folkerts bildet den Höhepunkt des Konzerts.

 

Gesammelt werden Spenden für die Aktion „Alle zusammen schaffen wir es“ des Medienpartners Radio und TV Skai, Griechenland. Der Erlös kommt karitativen Zwecken in Griechenland zugute.

 

Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland und steht unter der Schirmherrschaft der Griechischen Botschaft in Berlin.

 

Weitere Informationen finden Sie im Flyer/PDF unten.

 

Das Konzert findet in der Jesus-Christus-Kirche in der Hittorfstr. 23, 14195 Berlin-Dahlem statt.

 

Eintritt frei – Spenden erbeten

Benefizkonzert mit dem Chor der Stadt Athen und dem Internationalen Chor der DW

MNH_Chorkonzert_Athen+DW
Flyer des gemeinsamen Benefizkonzerts der Chöre der Stadt Athen und der Deutschen Welle
Chor_Athenkonzert_2019_Flyer.pdf
PDF-Dokument [467.0 KB]

Fr, 15. Februar 2019, 18.00 Uhr

Vortrag

Islam- und OrientBilder in Deutschland

 

Das Feindbild Islam ist weiter auf dem Vormarsch. Rechtspopulisten warnen vor der "Islamisierung" des Abendlandes, sie erklären Muslime zu Sündenböcken und fordern ihren Ausschluss. Auch in der Mitte der Gesellschaft sind antimuslimische Stereotype weit verbreitet. Muslime gelten als Fremde, ihre Anwesenheit und Teilhabe in Deutschland wird als Bedrohung wahrgenommen. Muslime und als solche wahrgenommene Menschen sehen sich tagtäglich mit Vorwürfen der Gewaltaffinität, des Terrorismus und der Integrationsunwilligkeit konfrontiert. In seinem Vortrag nimmt Ozan Zakariya Keskinkilic deutsche Islamdebatten in Vergangenheit und Gegenwart in den Blick. Er widmet sich vielfältigen, oft widersprüchlichen Orient- und IslamBildern in Politik, Literatur und Kunst und entlarvt damit die Erfindung "des Muslims" als Schattenidentität "des Deutschen".


Referent Ozan Zakariya Keskinkılıç ist Dozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. Er lehrt und forscht u.a. zu (antimuslimischem) Rassismus, Antisemitismus, Orientalismus, (Post-) Kolonialismus, Erinnerung und Empowerment. Er ist Mitherausgeber des Sammelbandes "Fremdgemacht&Reorientiert. jüdisch-muslimische Verflechtungen" (2018, zs. mit Armin Langer). Im März 2019 erscheint sein Buch "Die Islamdebatte gehört zu Deutschland" im AphorismA Verlag.

 

Eine Veranstaltungsreihe des Arbeitsbereichs Migration und Diversität der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Dahlem. Besucher werden gebeten sich bei André Becht unter der E-Mailadresse andre.becht@kg-dahlem.de anzumelden.

 

Das Martin-Niemöller-Haus hat ca. 30 min. vor Veranstaltungsbeginn für Sie geöffnet.

 

Eintritt frei – Spenden erbeten

Fr, 8. März 2019, 18.00 Uhr

Vortrag

Hassen die Anderen anders?
Zur Figur des antisemitischen Muslims in Deutschland

 

Der Antisemitismus der Gegenwart wird in vielen öffentlichen Debatten als primär ein muslimisches Problem angesehen. Einige mediale Beiträge erwecken den Eindruck, er gehöre gar zum Islam selbst und wird durch den Zuzug seiner Anhänger nach Deutschland mitimportiert. Solche Problemschilderung fördert die Stigmatisierung der Muslim*innen in Deutschland weiter, als Außenstehende, die das kulturelle Gegenbild eines christlich-jüdischen Westen darstellen und sich jedoch zugleich nach den Bedingungen der eignen Geschichtserfahrung messen lassen.

Im Vortrag von Iskandar Ahmed Abdalla (Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies) werden einige Debatten zum muslimischen Antisemitismus in Deutschland kritisch betrachtet: Zum einen indem antisemitische Haltungen von Migrant*innen in ihrem historischen und politischen Kontext eingebettet werden, anstatt sie pauschal als „muslimisch“ zu markieren, zum anderen indem die machtpolitische und identitätsstiftende Funktion der Figur des antisemitischen Muslims und Momente seine Diskursivierung beleuchtet werden.

 

Eine Veranstaltungsreihe des Arbeitsbereichs Migration und Diversität der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Dahlem. Besucher werden gebeten sich bei André Becht unter der E-Mailadresse andre.becht@kg-dahlem.de anzumelden.

 

Das Martin-Niemöller-Haus hat ca. 30 min. vor Veranstaltungsbeginn für Sie geöffnet.

 

Eintritt frei – Spenden erbeten

Martin-Niemöller-Haus
Berlin-Dahlem

Pacelliallee 61, 14195 Berlin
Büro: Thielallee 1+3, 1. OG
Tel. 84 17 05 33

Kontakt:

Arno Helwig

arno.helwig(at)kg-dahlem.de

erinnerungsort(at)kg-dahlem.de

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DE91 1001 0010 0010 4331 07

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