Veranstaltungen im August/September

Das ehemalige Pfarrhaus Martin Niemöllers öffnet wieder seine Türen.

 

Nach umfassender baulicher und auch konzeptioneller Erneuerung werden zum Ende der Berliner Sommerferien wieder Veranstaltungen am Martin-Niemöller-Haus stattfinden. Sie sind herzlich eingeladen. Sie finden hier Informationen zu den anstehenden Diskussionsabenden, Filmvorführungen und Besuchsmöglichkeiten im August und September 2018.

 

Nach Abschluss der letzten Baumaßnahmen werden künftig auch wieder Besucher(gruppen) im Martin-Niemöller-Haus die Möglichkeit haben, im Rahmen eines Ausstellungsbesuchs oder bei einer Führung durch das Erinnerungsensembles, der Geschichte der Bekennenden Kirche in Dahlem am historischen Ort nachzuspüren. Weitere Informationen hierzu in Kürze.

Di, 21. August 2018, 19.00 Uhr

Gesprächsabend

1,1–22: Israels Bedrückung in Ägypten (Exodus 1,1-22)

 

Die Veranstaltung ist gleichzeitig Auftakt der Reihe:

„Worte und Taten desProtests“ – biblische Gesprächsabende

mit Pfrin. Dr. Cornelia Kulawik

 

Das ethische Gewissen hatte damals nicht nur für Martin Niemöller, sondern für alle Christ*innen der Bekennenden Kirche seinen Nährboden im Glauben. Biblische Texte waren zu allen Zeiten eine Kraftquelle, um den Herrschenden zu widerstehen und Machtmissbrauch und Unrecht anzuprangern.Eine grundlegende Geschichte des zivilen Ungehorsams ist  die Erzählung der hebräischen Hebammen Schifra und Pua, die sich der Aufforderung des Pharaos widersetzen, die neugeborenen israelitischen Knaben unmittelbar nach der Geburt zu töten. „Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von Ägypten ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben.“

 

Das Martin-Niemöller-Haus ist 30 min. vor Veranstaltungsbeginn für Sie geöffnet. Es wird eine Einführung zum Haus und der neuen Ausstellung zur Geschichte der Bekennenden Kirche angeboten. Im Anschluss gibt es bei Snacks und Getränken die Möglichkeit, den Abend ausklingen zu lassen.

 

Eintritt frei – Spenden erbeten

MNH_Worte des Protests_Exodus
MNH_Aushang - Worte des Protests_180821.[...]
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Do, 30. August, 19.00 Uhr

Vortrag und Diskussion

„Der ganz andere Gott will eine ganzandere Gesellschaft“ – Das Lebenswerk Helmut Gollwitzers

Referent: Prof. Dr. Andreas Pangritz, Bonn

Moderation: Helmut Ruppel

 

Helmut Gollwitzer (1908–1993) gehörte zu den einflussreichsten, politisch engagierten Theologen des 20. Jahrhunderts. Seine Schriften sind bis heute lesenswert. Andreas Pangritz beleuchtet in seinem Buch „Der ganz andere Gott will eine ganz andere Gesellschaft“ das Lebenswerk Gollwitzers und fragt nach dessen Aktualität. Der Blick auf die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise, die Krise im Gespräch zwischen den Religionen und Ideologien ist Grund genug, sich erneut an Gollwitzer als einen Pionier einer dialogischen, kritischen und engagierten Theologie zu erinnern.

 

Dr. phil. Andreas Pangritz ist Professor für Systematische Theologie und Direktor des Ökumenischen Instituts an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn.

 

Das Martin-Niemöller-Haus ist 30 min. vor Veranstaltungsbeginn für Sie geöffnet.

 

Eintritt frei – Spenden erbeten

MNH_Pangritz zu Gollwitzer
MNH_Aushang - Pangritz_180830.pdf
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Fr, 7. September, 19.00 Uhr

Filmabend

„Mit Jesus auf die Barrikaden“ – Christ*innen in der 68er-Revolte

Mit Regisseur: Dorian Raßloff

Moderation: Pfrin. Dr. Cornelia Kulawik

 

Vor 50 Jahren war Dahlem mit der Freien Universität eines der Zentren des studentischen Protestes gegen den „Muff von 1000 Jahren“ und den Vietnamkrieg. Am 11. April 1968 wurde der Wortführer der Bewegung, Rudi Dutschke, bei einem Attentat lebensgefährlich verletzt. Er starb an den Spätfolgen und liegt auf dem Kirchhof von St.-Annen begraben.

 

Für Dutschke war Jesus „der größte Revolutionär der Menschheit“. Die West-Berliner Evangelischen Studentengemeinden waren mittendrin im Protest.  Der Dokumentarfilm beleuchtet ihre Rolle in der ‘68er-Bewegung.

 

Dorian Raßloff, geb. 1984 in Berlin, gehört selbst der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) in Berlin an. Seit seiner Schulzeit ist er autodidaktisch dokumentarfilmisch tätig und studiert seit 2014 Regie im Bereich Dokumentarfilm.

 

Das Martin-Niemöller-Haus ist 30 min. vor Veranstaltungsbeginn für Sie geöffnet. Es wird eine Ein-führung zum Haus und der neuen Ausstellung zur Geschichte der Bekennenden Kirche angeboten.

 

Eintritt frei – Spenden erbeten

MNH_Dutschke Filmabend
MNH_Aushang - Filmabend Dutschke_180907.[...]
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So, 9. September, 9.30 Uhr

Gottesdienst

Erinnerung an Nelson Mandela und Entsendungsgottesdienst für Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)

Pfrin. Dr. Cornelia Kulawik

 

Der führende südafrikanischer Aktivist und Politiker gegen die Apartheid wäre heuer 100 Jahre alt geworden. ASF feiert 60-jähriges Bestehen. Ein Gottesdienst zum Jahresthema: „Tu deinen Mund auf für die Stummen“ (Sprüche 31,8) mit anschließender Einladung ins Martin-Niemöller-Haus Berlin-Dahlem.

 

Der Gottesdienst findet in der benachbarten St.-Annen-Kirche statt. Das Martin-Niemöller-Haus ist anschließend für Sie geöffnet.

MNH_Entsendung ASF-Freiwillige
MNH_Aushang - Entsendung ASF_180909.pdf
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So, 9. September, 12-18 Uhr

Tag des offenen Denkmals

„Entdecken, was uns verbindet" (Motto des Denkmaltags 2018)

 

16.00 Uhr, Vortrag und Seminar:„Niemöller! – Ein rechter Mann zur rechten Zeit“

Referentin: Ingrid Schmidt

 

Die beiden Denkmäler St.-Annen-Kirche und Martin-Niemöller-Haus halten an diesem Tag ihre Türen für Interessierte geöffnet.

Das Martin-Niemöller-Haus war ehemals ein Zentrum für bekennende Christ*innen im Kirchenkampf. Ab den 1980er-Jahren liefen hier friedenspolitische Bewegungen im Friedenszentrum zusammen. Das ehemalige Pfarrhaus Martin Niemöllers ist heute ein Ort der Erinnerung an den kirchlichen Widerstand im Nationalsozialismus. Der 1910 von Architekt Heinrich Straumer entworfene Bau im englischen Landhausstil wurde 2016-2018 denkmalgerecht saniert.

 

Eintritt frei

MNH_Tag des offenen Denkmals
MNH_Aushang - Tag des offenen Denkmals_1[...]
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Di, 11. September 2018, 19.00 Uhr

Gesprächsabend

Die Verbrennung der Schriftrolle (Jeremia 36,1–32)

 

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe:

„Worte und Taten desProtests“ – biblische Gesprächsabende

mit Pfrin. Dr. Cornelia Kulawik

 

Der Prophet Jeremia wird nicht müde, deutliche Worte gegensoziale und politische Missstände zu finden. Doch als diese ungehört bleiben, erhält er von Gott den Auftrag, sie auf einer Buchrolle aufzuschreiben, um den König und die Mächtigen zur Umkehr zu bewegen. Sie wird dem König vorgelesen. „Sooft nun Jehudi drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt er sie ab mit einem Schreibmesser und warf sie ins Feuer“. Hier wird von einer der ersten Bücherverbrennungen berichtet, spätere sollten folgen – zum Beispiel am 10. Mai 1933.

 

Das Martin-Niemöller-Haus ist 30 min. vor Veranstaltungsbeginn für Sie geöffnet. Es wird eine Einführung zum Haus und der neuen Ausstellung zur Geschichte der Bekennenden Kirche angeboten. Im Anschluss gibt es bei Snacks und Getränken die Möglichkeit, den Abend ausklingen zu lassen.

 

Eintritt frei – Spenden erbeten

MNH_Worte des Protets_Jeremia
MNH_Aushang - Worte des Protests_180911.[...]
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Martin-Niemöller-Haus
Berlin-Dahlem

Pacelliallee 61, 14195 Berlin
Büro: Thielallee 1+3, 1. OG
Tel. 84 17 05 33

Kontakt:

Arno Helwig

arno.helwig(at)kg-dahlem.de

erinnerungsort(at)kg-dahlem.de

Anfahrt

 

 Spendenkonto:

 Ev. Kirchengemeinde

Berlin-Dahlem

Postbank Berlin
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DE91 1001 0010 0010 4331 07

BIC: PBNKDEFF
Stichwort:
Projekt Martin-Niemöller-Haus

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