Widerständig leben – Jugendliche im Martin-Niemöller-Haus

"Ich wäre nicht hier, wenn mir die Jugendarbeit nicht gefallen würde. Ich lerne was, und ich mag die Leute hier. Pastor Niemöller und Widerstand, das Thema inter­essiert mich. Für mein Abitur schreibe ich in einem Kurs eine Hausarbeit zum Thema „Jüdische Geschichte und die Erinnerung daran“. Geschichte interessiert mich generell, ich lese gerne. Schon immer. Ich finde es interessant, mir vorzustellen, wie Menschen gelebt haben in einer anderen Zeit. Wenn ich mir dann vorstelle, wie hätte ich gelebt in dieser Zeit und was hätte ich gemacht? Das leichteste wäre sicher, so zu tun, als ob man nichts mitbekommen würde. Aber ich glaube, ich könnte nicht dasitzen und nichts tun. Dann würde ich ein richtig schlechtes Gewissen bekommen."

 

Dorothea Gutzeit (16)

Widerständig zu leben bedeutet für mich, dass man die bequeme Lebensform der Angepasstheit – besonders bei negativ aufkommenden Tendenzen in seinem näheren Umfeld – kritisch zu hin­terfragen weiß und im Sinne Kants den Mut aufbringt, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, um Missstände in der Gesellschaft anzumahnen.
Auch der Ansatz des Kommunitarismus, dass dem gemeinsamen, durch sozialen Austausch geschaffenen Guten höhere Priorität zukommt als dem kurzfristigen, individuellen Interesse, lässt mich in den unterschiedlichsten Lebensphasen immer wieder bedenken, mein eigenes Interesse mit der sozialen Verträglichkeit zu prüfen.

 

Philip Brünne (19)

Widerständig zu leben, bedeutet für mich, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen, öffentlich meine Meinung zu bekennen und sie zu verteidigen, um mir so die Freiheit zu nehmen, gegen die Masse zu schwimmen. Allerdings ist mir klar, dass so etwas nicht immer gern gesehen ist und auch zu Konflikten führt. So stehen Widerstandskämpfer auf, um eigene Ansichten zu vertreten, während andere versuchen, einen Kompromiss mit sich und der Masse zu schließen. Im Extremfall bedeutet dies die Ächtung der Gesellschaft. Doch die Vergangenheit zeigt, dass die Verteidigung der eigenen Po­sition dieses auch wert ist. Ich möchte mir selbst treu bleiben und meine persönlichen Freiheitsgedanken leben.

 

Frederike Stasik (18)

Martin-Niemöller-Haus
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